Safran – Gewürz & Heilmittel

Für mich gewinnt der Safran in meiner ayurvedischen Küche immer mehr an Beliebtheit und ist ein so wertvolles Gewürz mit unglaublicher Wirkung auf den Körper und Geist.

Im Ayurveda zählt der Safran sogar als besonderes Aphrodisiakum.

Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt, warum Safran so teuer ist und worin der Hype auf dieses Gewürz liegt?

Bei mir kam genau diese Frage auf und ich möchte dir mit diesem Beitrag gern etwas mehr Hintergrundinformationen zu diesem Gewürz geben.

Safran wird größtenteils (zu 95%) im Iran angebaut. Die Besonderheit dabei ist, dass die Safrankrokus-Pflanze zwischen Oktober und November nur 2-mal blüht. Innerhalb von zwei Wochen (im Oktober oder November) findet dann die Ernte der Safranfäden per Hand statt.

Stell dir mal ein großes Feld mit Safran-Krokuse vor und wie behutsam die Safranblüten geerntet werden müssen, um dann in mühevoller Handarbeit aus der Blüte die Stempelfäden zu ernten – unglaublich. Das lässt bereits erahnen, warum dieses Gewürz seinen stolzen Preis hat.

Eine weitere Besonderheit ist die positive Wirkung des Safrans auf den Körper und den Geist.

Er wird auch als eine natürliche Droge bezeichnet – ich würde behaupten zu Recht.

Die Stimmungsaufhellende Wirkung wurde bereits in einer Studie der Arak University of Medical Science untersucht. Man fand dabei heraus, dass Safran beruhigend, schlaffördernd und leicht antidepressiv wirkt.

Safran-Krokuse

Weitere Heilwirkung von Safran:

  • Nervenstärkend
  • Verdauungsanregend
  • Linderung von PMS/Menstruationsbeschwerden
  • Verbessert den Teint und die Ausstrahlung

Die ayurvedische Sichtweise

 

Safran wirkt sich auf alle drei Doshas Vata, Pitta und Kapha harmoniserend aus. Der herbe und bittere Geschmack reduziert das Pitta und Kapha Dosha. Die erwärmende Wirkung und ölige Eigenschaft beruhigen das Vata Dosha.

  • Rasa (Geschmack) → scharf, bitter
  • Guna (Eigenschaft) → ölig
  • Virya (Wirkkraft) → erhitzend
  • Vipaka (Geschmack n. d. Verdauung) → scharf
  • Sattva, Rajas, Tamas (mental und spirituell wirkende Eigenschaften) → vermehrt Sattva (Harmonie & Ausgeglichenheit)
  • Ojas (feinste Lebensenergie) → vermehrt Ojas
Safran Ayurveda Gewürz

Woran du echten Safran erkennst?

Echten Safran erkennst du daran, dass dieser erst nach 10 bis 15 Minuten in der Flüssigkeit seinen Farbstoff abgibt.

Die Safranfäden behalten auch nach dem Einweichen noch ihre rote Farbe. Bei unechtem Safran verliert dieser sofort seine Farbe und färbt das Wasser gelb bis bräunlich, die Safranfäden sind anschließend farblos.

Meine liebste Verwendung in der Küche?

Ich liebe ihn in meinem Ayurveda Frühstück. Oftmals weiche ich direkt über Nacht 1-3 Fäden in etwas Wasser oder Pflanzenmilch ein. Am nächsten Morgen gebe ich den Safran mit dem Einweichsud zum Porridge oder Grieß kochen dazu. Himmlisch dieser Geschmack und die Farbe – so startet man mit guter Stimmung und wohl in den Tag. Wenn du Inspiration für ein leckeres Ayurveda Frühstück benötigst, schau dir gern meinen Online Ayurveda Frühstücks-Kochkurs an. 

Außerdem kann ich mir Safran als leckere Zugabe zu einer Schlafmilch sehr gut vorstellen, dass möchte ich als nächstes austesten und ich werde berichten. Wenn du ein leckeres Rezept kennst, lass es mich wissen 🙂

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