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von | Leidenschaften

Wir sind wieder zurück. Zurück in Berlin, bei Familie und Freunden.

Anfang Juni begann unser Abenteuer mit unserem Bus Wilson. Wir waren voller Euphorie, Neugier und Spannung was uns in diesen drei Monaten alles tolles widerfährt und was dieses reisen mit uns so aufregendes macht.

Wieder angekommen und reich an ganz besonders tollen Erfahrungen, möchte ich dir einen kleinen Rückblick geben, dich an den tollsten Highlights, den schönsten Spots und an kleinen Pleiten, Pech und Pannen teilhaben lassen. Am Ende des Beitrags verrate ich dir mein ehrliches Resümee zu unserer Auszeit.

Darum geht’s im Detail:

 

Was uns zu dieser Auszeit bewegt hat?

Kurz: Mehr Raum und Zeit für sich selbst zu gewinnen, die Zweisamkeit als Paar intensiv zu genießen und Zeit für die Verwirklichung eigener Ideen zu haben. Das tolle Gefühl, endlich mal aus dem Hamsterrad auszutreten zu können.

Der Zeitpunkt war für uns einfach denkbar passend: Meinem Partner wurde nach drei Jahren Forschungstätigkeit der Doktortitel verliehen und ich habe nach 1,5h Jahren nebenberuflich mein Fernstudium zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin abgeschlossen. Außerdem hatten wir beide schon immer den Wunsch mit Wilson eine längere Tour zu machen.

 

Ein bisschen Mise en Place muss sein.

Bevor wir drei Monate unser „Lotterleben“ genießen konnten und mit unserem Bus durch Europa tourten, haben wir verschiedene Vorbereitungen getroffen. Wir haben uns zuerst Gedanken gemacht, wie wir unsere Auszeit mit den beruflichen Pflichten vereinbaren können. Eigentlich die größte Herausforderung die man bei so einer Wunschauszeit hat. Ich kann Dir versichern – es gibt immer eine Lösung. Manchmal denkt man, man steckt total fest in unserem System und MUSS stetig seinen Pflichten nachgehen ohne Spielraum für Freiheit und Flexibilität. Doch ich versichere dir, wenn du lösungsorientiert bist findet sich eine Möglichkeit mit dem Arbeitgeber um beispielsweise drei Monate zu verreisen. Ich hatte die Möglichkeit meine Reisezeit vorzuarbeiten. Statt einer 3-Tages-Woche, bin ich so für eine bestimmte Zeit 5 Tage die Woche arbeiten gegangen.

Alles weitere an Organisation hält sich, wenn du in Europa bleibst und deinen eigenen Camper hast, total in Grenzen. Das wichtigste für uns war, das der Bus technisch in einem einwandfreien Zustand ist. Alles weitere ist persönlicher Luxus der auf der Packliste steht. Eines kann ich dir jetzt schon versichern: die Hälfte von dem was du einpackst, ziehst du nicht an.

 

Woran du auf jeden Fall denken solltest:

  • Überprüfe die Gültigkeit der Versicherung für deinen Camper im In- und Ausland
  • Lass deinen Bus auf Herz & Nieren zuvor checken
  • Lege dir eine Budgetgrenze fest. Unser Tagesbudget lag bei 80,-€
  • Prüfe zuvor alle Daueraufträge auf deinem Bankkonto, passe gegebenenfalls an
  • Richte dir einen Nachsendeauftrag für deine Post ein
  • Habe eine Vertrauensperson, die deine Post prüft und einen Schlüssel zu deiner Wohnung hat
  • Gegebenenfalls vermiete deine Wohnung unter

 

Route planen oder einfach treiben lassen?

Wir haben während unserer Reise beides ausprobiert. 

Zu Anfangs haben wir uns einfach treiben lassen, entlang der Mosel ging das ziemlich gut. Während der Fahrt entdeckten wir so tolle Stellplätze die wir dann spontan angefahren sind und für einige Tage dort blieben. Du hast so die Möglichkeit dir vor Ort den gesamten Platz inklusive der Sanitäranlagen anzusehen. Fühlst du dich wohl, bleibst du einfach so lange du magst – das ist schon ziemlich toll und genau das was Individualisten mögen.

Doch auch dieses oftmals ersehnte „treiben lassen“ hat einen Beigeschmack, alle 2-3 Tage recherchierst du nach potentiellen Campingplätzen bevor du weiter fährst um sie dann anzufahren und anzuschauen. Das kann mal super gut funktionieren und du wirst schnell fündig, weil zufällig noch Platz ist, die Ausstattung deiner Vorstellung entspricht und es in deinem Budget liegt. Das kann aber auch tatsächlich nervig und anstrengend sein, wenn du keinen geeigneten Platz findest und erst eine gewisse Zeit dafür recherchieren musst. Gerade dann, wenn du dir auch ein bisschen digitalen Detox wünschst, kann das stetige surfen am Handy oder am Laptop zur Anstrengung werden und dir etwas die Leichtigkeit nehmen.

Die kommenden Spots, wo ein längerer Aufenthalt geplant war haben wir dann von unterwegs aus recherchiert und fest reserviert. Da mit August überall Hochsaison war und wir schon öfters das Wort „ausgebucht“ gehört hatten, planten wir die Italienroute komplett und waren super glücklich so tolle Campingplätze gefunden zu haben. Die Vorfreude war riesig.

Angekommen in Italien, haben wir uns unsere anfängliche Freiheit bezüglich des Routenverlaufs und der Campingplätze zurück gewünscht.

Denn was kann passieren wenn du in der Hochsaison in Italien bist?

 Die Campingplätze sind sehr voll und du stehst dicht an dicht – alles das, was uns nicht gefällt :-)…. aber natürlich vorkommen kann. Das zog sich durch unsere gesamte Italienroute. Ob in Bozen, am Gardasee oder in Venedig: Italien platze aus allen Nähten auch auf den Campingplätzen. Ruhe und Idylle suchten wir hier vergebens.

Somit entschieden wir uns, uns wieder etwas mehr von unserer Freiheit zurückzuholen und spontan Italien zu verkürzen und wieder Richtung Österreich zu fahren. Im Walden Magazin* fanden wir ein bis zwei Campingplätze die wir anfahren wollten auf dem Weg zurück nach Österreich und wurden mit einem Campingplatz in absoluter idyllischer Lage mit viel Platz belohnt.

Von Berlin aus bereits im Vorfeld geplant hatten wir eine Hütte in den Bergen, genau genommen in den Tuxer Alpen. Dieser Zwischenstopp war ein absolutes Highlight für uns. Wir zogen mit guten Freunden für eine Woche in eine Bauernhütte oder besser gesagt in einen renovierten Bauernhof ein und genossen all das, was man als Camper auch mal vermissen kann: ein eigenes Badezimmer mit allen Annehmlichkeiten, eine gut ausgestattete Küche, ein großes Bett … kurz um: hier hatte sich die Vorausplanung absolut gelohnt.

Gesamte Route unserer Tour mit dem Camper

Zusammengefasst möchte ich dir empfehlen außerhalb der Hochsaison mit dem Camper zu verreisen und dich dann treiben zu lassen.

Baue dir einfach zwischen den Spots mindestens 4 Tage Aufenthalt ein, so bist du nicht ständig mit weiteren Recherchen beschäftigt und kannst alles andere um dich herum auch super gut genießen.

 

Unsere schönsten Spots die wir mit dir teilen möchten:

 

  • Enkirch, Stellplatz an der Mosel (Brunnenplatz 2, 56850 Enkirch)

 

Unsere Top 5 Highlights:

 

#1 Ritterfest auf Schloss Kaltenberg

 

Wenn du Mittelaltermärkte, Gaukelei und Ritterspiele magst, wirst du das Ritterfest auf Schloss Kaltenberg lieben. Wir waren begeistert von den zahlreichen und dennoch abwechslungsreichen, handwerklichen Stände sowie von den selbst gemachten regionalen Köstlichkeiten. Beeindruckt hat uns vor allem das mittelalterliche Spektakel und die unglaublich schönen Feuer-, Licht-, und Musikshows.

 

#2 Die Natur, Berge und die Aussicht in Österreich

 

Ob Kolsassberg und Achensee in Tirol oder Weißensee in Kärnten – die Landschaft ist wirklich traumhaft schön und wirkt sich super entspannend auf Körper & Seele aus. Zahlreiche Wandermöglichkeiten, einfache Spaziergänge oder SUP fahren auf dem See machen Österreich zu einem absolut traumhaften Erholungsland an dem man sich auch nicht satt sehen kann. Uns begeisterte die Wasserqualität des Weißensees, noch nie habe ich so einen klaren See gesehen.

 

#3 Das Moselgebiet

 

Wenn du Wein- und Naturliebhaber bist, dann ist eine Autofahrt entlang der Mosel durch das Weingebiet ein Muss für dich. Schon allein dieses Flair ist traumhaft. Die Weinberge sind total fesselnd und der Wein natürlich ein Genuss. Wir haben eine Wanderung durch die Weinberge gemacht. Außerdem bietet die Moselregion wirklich zahlreiche Burgen die du besichtigen kannst. Wir waren auf Burg Eltz. Auf dem Parkplatz kannst du mit dem Camper kostenfrei stehen und dich gleich morgens nach dem Frühstück auf den Weg zur Burg machen.

 

#4 Die schönsten Altstädte

 

Ich liebe den Charme alter Städte und davon haben wir einige während unserer Tour entdecken können. Verzierte Häuser, alte Fensterläden, verschiedene Baustile, schmale Gassen, kleine Läden alle folgenden Städte haben uns auf ihre Art & Weise verzaubert: Cochem an der Mosel, Rothenburg ob der Tauber (inkl. Besuch der Käthe Wohlfahrt Weihnachtswelt im Hochsommer), Heidelberg am Neckar, Bozen in Südtirol, das „kleine Venedig“ Peschiera del Garda, Sirmione und Verona.

 

#5 Food – Neues kreieren & entdecken.

 

Der erste Monat in West- und Süddeutschland hat mich zu neuen Frühstückskreationen inspiriert:

Milchreis mit in Ghee und Zimt geschwenkten Apfelstücken/Zwetschgen und Apfelmus (vegan)

Kokosjoghurt geschichtet im Glas mit Obst der Saison, Leinsamen, Sonnenblumenkernen und pürierter Mango (vegan)

Selbst gemachter Porridge aus zarten Haferflocken, gequellt in Bio Orangensaft mit in Ghee und Zimt geschwenkten Orangenstücken und Zwetschgen (vegan)

Schöner kann dein Morgen nicht beginnen. Alle drei Variationen sind wirklich lecker, gesund und super für dein Verdauungsfeuer. Aktuell findest du Bilder und Rezepte dazu auf instagram. Ich werde alle drei Frühstücksrezepte auch hier auf meinem Blog nochmal ausführlich beschreiben.

Also ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber wenn ich an die italienische Küche denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Bilder von selbst gemachter Pizza und Pasta tun sich auf, mmmmh lecker. Wir sind große Liebhaber von der italienischen Frischkäsespezialität Burrata, angemacht mit frischen Tomaten, Rucola und einem guten Olivenöl – köstlich. Ein weiteres Highlight für mich war die selbst gemachte Carbonara. In Deutschland würde man das in so einer Qualität vermutlich selten bis gar nicht essen können. In Bozen haben wir in der Trattoria Nussbaumer unsere beste Pizza gegessen ( du siehst sie auf dem Bild). Die La Gelateria HomeMade in Peschiera del Garda stellt das cremigste Eis her was du dir je erträumen kannst. Italien ist wirklich ein Genussland.

 

Wer uns kennt, weiß das wir Brotliebhaber sind. Auf der Reise haben wir durch die Schaufenster der Bäckereien geschaut und viele Brote ausprobiert. Unseren Favoriten haben wir In Rothenburg ob der Tauber gefunden. Der Frankenleib der Bäckerei Brot & Zeit. Traditionell gebacken mit regionalen Zutaten.

 

Kleine Pleiten, Pech und Pannen

 

Merke 1.: Die Dachluke im Camper nicht in Fahrtrichtung einbauen und vor jeder Fahrt unbedingt schließen.

Nachdem es uns auf der Landstrasse das Fenster durch den Fahrtwind ausgerissen hatte und sich am Himmel eine dicke Regenwolke zusammenbraute war Kreativität gefragt. Ein gespannter Regenponcho half uns durch die Nacht und bis zum nächsten Campingausstatter wo es erstmal für Wilson ein neues Fenster gab.

 

Merke 2.: Keine steilen Passstrassen (hoch wie runter) mit dem Bus in Automatik fahren.

Nachdem wir von Garmisch Partenkirchen nur noch wenige Kilometer zu unserem nächsten Ziel am Kolsassberg in Tirol entfernt waren, passierten wir eine Passststraße mit dem Hinweis auf 16% Gefälle sowie Links und Rechts Auslaufbahnen zum Abbremsen bei zu hoher Geschwindigkeit. Nichts ahnend fuhren wir mit Wilson bergab und bemerkten zunächst was 16% Gefälle bedeuten können und spürten die immer größer werdende Schubkraft vom Bus und die kämpfende Bremsleistung. Wir sind im Tal gut angekommen, mit stinkenden Bremsen. Das Problem war, wir waren noch immer im Automatikbetrieb und die Motorbremsung konnte so nicht greifen.

Merke 3.: Landvergnügen ist nur gut, wenn du selbst eine vollausgestattete Toilette hast.

So schön das Konzept der Bauernhöfe in Deutschland sein mag – praktikabel ist es wirklich nur, wenn du eine vollausgestattete Toilette im Camper hast. Fast 60% der teilnehmenden Höfe bieten keine Toiletten an.

Merke 4.: Exakte Recherchen zu Wanderungen inkl. Wetterlage.

Wenn du noch nie in deinem Leben mit einem Sessellift gefahren bist und dann bei strömenden Regen und Wind von 2.000m für 20 Minuten abwärts mit einem 1ner Sessellift fahren darfst, rutscht dir dein Herz in die Schlüpfer.

 

 

Mein ehrliches Fazit zu unserer Auszeit

 

Weniger ist mehr, schon immer mein Leitbild, welches sich auch während der Reise bestätigt hat. Das Leben auf kleinstem Raum mit ausgewählten „Luxusartikeln“ von zu Hause in unserem Bus war und ist einfach unbeschreiblich toll und erfüllend. Wir fühlten uns beide so wohl, uns hat es an nichts gefehlt während der gesamten Zeit. Wilson hat auf Reisen so viele Komplimente bekommen, das wie super stolz und dankbar sind für unser Wohnzimmer auf vier Rädern.

Natürlich sehnst du dich nach fast drei Monaten reisen irgendwann einfach nach deinen liebgewonnenen Gewohnheiten die deinen Alltag zu Hause so besonders gemacht haben. Du freust dich selbstverständlich immens auf dein zu Hause mit all den Annehmlichkeiten und weißt es wieder mal ein Stück weit mehr zu schätzen. Eine super tolle Erfahrung.

 

Kurz & knapp:

Ich liebe unseren Alltag mit allem was dazu gehört und kann es kaum erwarten diesen wieder zu leben.

Das besondere während so einer Auszeit ist, du hast plötzlich viel mehr Zeit für die Dinge, die du schon immer gern mal angehen wolltest. Wir haben während unserer Auszeit die Zeit nutzen können für zwei große Herzensprojekte. Anfang 2020 möchte ich dir mit einem von mir persönlich entwickelten Programm helfen, dein Wohlbefinden ganzheitlich und nachhaltig zu steigern. Außerdem habe ich mir einen weiteren Wunsch erfüllt und starte noch in diesem Jahr im Oktober eine Grundausbildung in Ayurveda Medizin.

 So eine Reise bereichert dich an vielen kulturellen Eindrücken, Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten. Wir beide haben aber auch – trotz der vielen besonderen Erlebnisse während unserer Reise festgestellt, dass drei tolle Wochen Urlaub dich genauso gut erholen und erden können. Es muss nicht immer eine Auszeit über mehrere Monate sein, vor allem dann nicht, wenn du dafür planen solltest deine Wohnung und deinen Job aufzugeben. Denn du darfst neben all den ganzen tollen Eindrücken und der neu gewonnen Freiheit nicht vergessen, dass dich Sightseeing auch müde machen kann und deine Tage zunächst keine Struktur haben, so wie du es aus dem Alltag kennst.

Ich finde, genauso wie im Alltag kleine Challenges auf einen warten, hast du diese auch dann, wenn du drei Monate tun und lassen kannst was du möchtest. Und das ist auch gut so.

 

Franzi begrüßt die Teilnehmer zum Frühstückskochkurs

Ich freue mich sehr das du hier bist. Ich hoffe mein Artikel inspiriert dich und du hast vielleicht mal Lust mit mir zu kochen. Schau dich gern auf meiner Seite um, es gibt noch so viel Schönes zu entdecken.

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